Wir über uns

Geschichte der Naturfreunde Ortsgruppe Trebur


In der Zeit der Aufbruchstimmung der Arbeiterbewegung Ende des 19. JH. Riefen in der Wiener Arbeiterzeitung Sozialisten zur Gründung einer touristischen Gruppe der Arbeiter auf. Neben der Partei- und Gewerkschaftsarbeit nahmen sich die Gründer des Vereins der spärlichen Freizeit bei einem 12-Stundentag und mehr an um den Menschen die Natur näher zu bringen und der bürgerlichen Kultur eine eigenständige Arbeiterkultur entgegen zu setzen.

1923 wurde die Ortsgruppe Trebur gegründet. Erster Obmann war Peter Wenner. Die Beiträge beliefen sich zu dieser Zeit für Herren über 18 J. 0,30 RM, Herren und Damen unter 18.J. 0,20 RM. Bereits 1924 wurde schon eine musische Unterhaltung mit Mandoline und Gitarre bei Veranstaltungen anderer Ortsvereine registriert.

Ab 1925 gab es auch Theaterabende bei Frau Dörr im Hessischen Hof in Trebur. Gepflegt wurden außer Wandern und Singen auch noch Volkstanz und Reigen.

1928 wurde die Sandkaute als Spielplatz zugewiesen. Für Bepflanzung und Instandhaltung war zu sorgen.

1933 war die letzte Eintragung im Protokollbuch vor dem Verbot durch die Nationalsozialisten am 11.3.1933 anläßlich einer Monatsversammlung. Es folgten 12 lange Jahre – die Idee lebte aber weiter. Einige Mitglieder mußten im Krieg ihr Leben lassen. Bald nach dem Zusammenbruch des 3. Reiches wurde Verbindung aufgenommen mit Kreisbehörde und amerikanischer Besatzungbehörde zwecks Genehmigung zur Wiedergründung der Treburer Naturfreunde.

Am 7. April 1946 war dann die Gründungsversammlung. Heinrich Kahlenberg wird 1. Vorsitzender, von den zahlreich erschienen Jugendlichen August Lapp und Ernst Erdmann in den Vorstand berufen. Fritz Hahn wird Kassierer. Noch im gleichen Jahr an Weihnachten wurde der erste Theaterabend in der Turnhalle mit dem Stück „Am Ort wo meine Wiege stand“ aufgeführt. Fortan gab es Gruppenabende mit Wanderliedersingen, Volkstanz und Mandolinen-Orchesterproben.

Im Jahre 1950 wurde dann die erste Kindergruppe gegründet. 1951 war die Grundsteinlegung für unser heutiges Naturfreundehaus in der Sandkaute. Am 18./19.07. 1953 war Hauseinweihung. Alle anfallenden Arbeiten wurden in Selbsthilfe geleistet. 1962 bekamen wir den Anschluß an die zentrale Wasserversorgung, bis dahin mußten wir das Wasser per Handpumpe hinter dem Haus zapfen.
1963 gab es dann einen kleinen Generationswechsel im Vorstand. Ernst Erdmann wird Vorsitzender, Willi Roth Stellvertreter und Helmut Neumann Kassierer.

1968 wird in Selbsthilfe durch einen Bühnenanbau das Haus vergrößert. 1971/72 wurde durch umfangreiche Renovierungsarbeiten eine Ölheizung installiert und neue Sanitäranlagen eingebaut.

1993 wurden Pflanzaktionen in unserer Gemeinde durchgeführt. Für das Jubiläum 1993 = 70 Jahre Naturfreunde und 40 Jahre Haus entstand aus der Jungen Familie eine Volkstanzgruppe, die erstmals nach vielen Jahren wieder Volkstänze zeigte. Diese Volkstanzgruppe trat auch zusammen mit dem Musik-Verein Astheim bei einigen Veranstaltungen auf. 1997 gab es im Vorstand wieder ein Generationswechsel. Ernst Erdmann trat nach 34 Jahren Vorsitz zurück mit der Begründung Jüngeren Platz zu machen. Michael Clemenz wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter ist Edgar Wedel und Kassierer Jürgen Limmer. Das Hausverwalterpaar Erna und Willi Ölke gaben 1998 ihr Amt nach 23 Jahren ab und Kriemhilde und Ekhard Wobben sind als Nachfolger gewählt. Am Bürgerfest 1998 wurde uns die höchste Auszeichnung in der Gemeindeder Bürgerpreis – verliehen. Der Bürgerpreis steht für außergewöhnlicheLeistungen ideeller Art die im Interesse der Allgemeinheit liegen.

Desweiteren wurde die Bewirtschaftung und Betreuung unseres Naturfreundehauses in der Sandkaute besonders hervorgerufen.

 

 




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